Abschlusserklärung zum Scheitern des Investorendeals – Fanszenen Deutschlands

Ein guter Tag für den Fußball und alle, die ihn lieben!

Der 21.02.2024 wird vielen aktiven Fußballfans lange im Gedächtnis bleiben: Das DFL-
Präsidium verkündete, dass der Prozess rund um den Einstieg eines Investors in eine
Tochtergesellschaft der DFL nicht mehr fortgesetzt werde.

Ein knappes Jahr nachdem wir uns erstmals mit dem Thema beschäftigen mussten, scheint
das Vorhaben nun bis auf Weiteres gestoppt worden zu sein. Eine Entwicklung, die wir im
höchsten Maße begrüßen und die sicherlich – insbesondere in ihrer ungeahnten Dynamik –
nicht zuletzt auf die akribische Arbeit der aktiven Fans zurückzuführen ist.

Deshalb ist es angebracht, jedem zu danken, der in den vergangenen Wochen und Monaten
seinen Beitrag dazu geleistet hat, ein solches Ergebnis zu ermöglichen. Wir Fußballfans
haben gezeigt, wie stark wir gemeinsam sein können.

Die zurückliegende Zeit hat aber ebenso unter Beweis gestellt, dass Prozesse rund um den
Einstieg von Investoren schnell wieder an Fahrt aufnehmen können. Darüber hinaus wurde
deutlich, dass es noch viele andere Themen, wie den Erhalt der 50+1-Regel, gibt, die den
deutschen Fußball auch in Zukunft beschäftigten und unsere Aufmerksamkeit erfordern
werden. Im Sinne des deutschen Fußballs gilt es daher, weiterhin wachsam und kritisch zu
bleiben!

Fanszenen Deutschlands im Februar 2024

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Stellungnahme Fanszenen Deutschlands

Die anhaltenden Proteste der Fanszenen Deutschlands in den Stadien zeigen Wirkung. Diverse Vereine als auch das DFB-Präsidium sowie der Großteil der medialen Berichterstattung haben erkannt, dass der Weg nicht an einer erneuten Abstimmung unter den 36 Mitgliedervereinen der DFL vorbeiführt.

Leider müssen wir feststellen, dass aus Kreisen des DFL-Präsidiums wohl der Plan verfolgt wird, die Neuwahl unter anderen Bedingungen als im Dezember durchführen zu lassen. Anstatt einer 2/3-Mehrheit soll nun eine einfache Mehrheit ausreichen, um den DFL-Geschäftsführern die weiteren Verhandlungen mit CVC zu deren Einstieg in die DFL zu ermöglichen.
In aller Klarheit: Wir fordern eine offene Neuabstimmung mit einer benötigten 2/3-Mehrheit unter Einhaltung der 50+1-Regel!
Alles andere ist eine Farce und nichts weiter als eine Zuspitzung dieser handfesten Krise des Deutschen Fußballs!

Vereine, seid euch eurer Verantwortung bewusst und steht für eine offene Neuwahl unter selben Bedingungen wie im Dezember ein!

Die Fanszenen Deutschlands im Februar 2024

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Stellungnahme zum DFL-Statement vom 08.02.2024

Am gestrigen Donnerstag veröffentlichte die deutsche Fußball Liga ein Statement mit dem Titel „Viele Chancen für die Clubs, keine Nachteile für die Fans“. Fangen wir hier zunächst mit dem Positiven an: Offensichtlich zeigen die Proteste Wirkung. Offenbar sah sich die Geschäftsführung genötigt, nach wochenlangem Schweigen dem Protest mit einer Stellungnahme den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ordentlich dazu beigetragen haben mit Sicherheit die öffentlichen Forderungen einiger Clubvertreter nach einer weiteren Abstimmung. Die selbstherrliche Stellungnahme der DFL bietet dementsprechend auf unserer Seite mehr Grund zum Kopfschütteln, als dass sie zur Beruhigung beitragen würde. Einige konkrete Aussagen wollen wir im Folgenden aufgreifen, schließlich beweisen diese doch in welcher verkehrten Welt die Treiber hinter dem Deal umhergeistern.

„Mitsprache durch Fans und Mitglieder in den Vereinen gehören wesentlich zum deutschen Fußball“
Immerhin eine überraschend positive Aussage, die das Mitspracherecht der Fans als wichtiges Gut des deutschen Fußballs preist. Überraschend deswegen, da vor allem der Prozess rund um die Abstimmung zum Investoreneinstieg mal wieder gezeigt hat, wie wichtig der DFL die Meinungen der Fans und Mitglieder sind. Fakt ist, dass bei der Entscheidung hinsichtlich des Deals Meinungen der Fans ignoriert und bis zu den massiven Protesten der vergangenen Wochen auch nicht beachtet wurden. Dabei hätte bereits nach den unübersehbaren Einwänden unsererseits im vergangenen Mai klar sein sollen, dass die Anhängerschaften einer Finanzierung durch Private-Equity-Investoren äußerst kritisch gegenüberstehen. Umso bezeichnender, dass die Einladung an Fanorganisationen auch erst Monate nach der illegitimen Abstimmung und den daraus resultierenden massiven Protesten erfolgte. Ein Gespräch auf Augenhöhe, bei dem die Möglichkeit zu Kompromissen besteht, sieht definitiv anders aus.

„Der deutsche Weg: 50+1“
Was zu Beginn nur eine Vermutung darstellte, ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Durch die „Ja“- Stimme von Martin Kind als Vertreter von Hannover 96 wurde klar entgegen der 50+1-Regel gehandelt. Sollte der DFL also, wie in ihrem Statement betont, der vermeintliche „deutsche Weg“ wichtig sein, führt kein Weg an einer transparenten Neuabstimmung vorbei. Die Stimme von Hannover 96 muss hierbei gemäß der Weisung des Muttervereins Hannover 96 e.V. von vornherein als „Nein“ gewertet werden. Leider ist das Bekenntnis zu 50+1 nur noch eine leere Worthülse, ausgehöhlt von Sonderregelungen und dem fehlenden Willen der DFL ihrer Wächterfunktion über die Einhaltung der Vorgaben nachzukommen. Das einzig existente „Horrorszenario“ findet wohl aktuell in der Zentrale der DFL statt: Eine juristische Überprüfung der Legitimation der Abstimmung zum Investoreneinstieg vom 11.12.2023!

„Es gibt keinen Einfluss eines Vermarktungspartners auf den sportlichen Wettbewerb, Anstoßzeiten oder Spielorte“
Immerhin findet sich hier eine inhaltliche Vertiefung der vielzitierten „roten Linien“, die der Öffentlichkeit bisher recht schwammig verkündet wurden. Leider wird ein Teil der Realität bewusst verdreht. „Nachhaltig wirtschaftende Clubs“ sind wohl eher eine Wunschvorstellung – das Drängen einiger auf Investitionen Externer verdeutlicht schon recht eindeutig, in welcher finanziellen Schieflage sich viele der Vereine befinden. Rote Linien zählen erst dann etwas, wenn diese dauerhaft und glaubwürdig umgesetzt werden können. Weder wird einer der nun handelnden Protagonisten den Prozess über die nächsten zwanzig Jahre begleiten, noch wird der mögliche Investor langfristig einer ausbleibenden Profitschöpfung tatenlos zusehen. Immerhin geht es sowohl Blackstone wie auch CVC um reine Gewinnmaximierung, nicht um den Erhalt des basisorientierten Profifußballs in Deutschland. Zum jetzigen Zeitpunkt wird bewusst vermieden über eine mögliche Aufsplittung der Spieltage zu sprechen, doch wird gekonnt außen vorgelassen, dass eine indirekte Einflussnahme zur Erwirtschaftung von beidseitig profitabler Gewinnerwirtschaftung die Vereine auf lange Sicht zu eben genau diesem Handeln zwingen wird. In Vorbereitung auf die Rechtevergabe ab der Saison 2025/2026 wurde nicht umsonst eine Steigerung der fanunfreundlichen Anstoßzeit am Sonntagabend um 19:30 Uhr, unter dem Deckmantel der Ausweitung der internationalen Clubwettbewerbe beschlossen. Ein Blick nach Frankreich sollte reichen, um die Möglichkeiten der indirekten Einflussnahme, übrigens ebenso durch den Investor CVC, zu verdeutlichen – selbst die dortigen Antikorruptionsbehörden ermitteln inzwischen wegen der Modalitäten rund um den Einstieg. Dem schnellen Drang nach mehr Geld folgt oft die Notwendigkeit, mehr Veränderung zu wagen. Diese Veränderungen werden uns Stadiongänger wie so oft am härtesten treffen.
„Die DFL sieht eine falsche Kommerzialisierung“

Was reflektiert und zunächst beschwichtigend klingt, ist nicht mehr als heiße Luft. Während man die Kommerzialisierungsspirale auf dem Rücken der Mitglieder der Vereine nahezu überdreht, wird von einer einheitlichen europäischen Kaderkostenobergrenze geschwafelt. Blanker Hohn, sollte man doch hier zunächst vor der eigenen Haustür kehren. Die Annahme, man könne in den anderen europäischen Topligen das Rad zurückdrehen, ist an Absurdität kaum noch zu überbieten. Wer „auf eine gesunde wirtschaftliche Weiterentwicklung setzt“, sollte zunächst den Wettbewerb in den eigenen Ligen fair gestalten. Dazu finden sich wiederholt keine nachvollziehbaren Ansätze, was im Umkehrschluss erneut die Frage offenlässt, wie relevant die Wünsche der Basis für die DFL und insbesondere deren Präsidium sind.
Die thematisierten Aussagen lassen uns wiederholt mit einem düsteren Gefühl in die Zukunft blicken. Eine ehrliche Aufarbeitung rund um die illegitime Abstimmung im vergangenen Dezember ist wiederholt verpasst worden. Stattdessen wird versucht das Bündnis der deutschen Fanszenen durch die Einladung zur Teilnahme an einer reinen Scheindebatte zum Schweigen zu bringen. Unsere Forderung nach einer transparenten Neuabstimmung ist seit Wochen bekannt, nicht einmal eine Erwähnung war das der PR-Abteilung der DFL wert. Ein klares Zeichen an uns, wenn auch nett formuliert – ein Gesprächsansatz auf Augenhöhe scheint seitens der Verantwortungsträger nicht erwünscht zu sein.
Seid euch bewusst: Die deutschen Fanszenen haben einen langen Atem! Eure leeren Worte werden unseren Widerstand gegen euer Vorhaben nicht brechen! Wir sehen uns am Wochenende in den Stadien der Republik!

Die Fanszenen Deutschlands im Februar 2024

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Moin Holstein Fans,

wie ihr ganz bestimmt mitbekommen habt, wird seit einigen Spieltagen in so gut wie allen Stadien der Deutschen Fußball Bundesligen konsequent gegen den Investoren Deal in der DFL protestiert. Um im journalistischen Sprech zu bleiben, haben die aktiven Fanszenen von Hertha BSC sowie Hannover 96 es beim letzten Spieltag mit den Protesten „auf die Spitze des Eisbergs“ getrieben. Lasst euch gesagt sein: Die Unterbrechungen des Spiels sind auch für uns als Vertreter der aktiven Fanszene in Kiel in keinster Art und Weise ein Spaß. Sie sind aber das notwendige Übel, denn sie regen zwangsweise einen jeden von euch dazu an, sich mit der Thematik des Investoreneinstiegs zu befassen. Ein Protest ist in unserer Gesellschaft nun mal leider erst am wirksamsten, wenn er auch wirklich als störend wahrgenommen wird. Was wurden sich in der Vergangenheit schon bei anderen Themen die Finger wund getippt – geändert hat dies nur leider nie etwas. Was durch Proteste in den Stadien erreicht werden kann, haben wir vor noch nicht allzu langer Zeit beim Thema Montagsspiele gesehen. Diese wurden einzig und alleine durch die Proteste innerhalb der Stadien abgesetzt. In diesen Tagen geht es um den Ausverkauf der Seele unseres Fußballs. In dieser aktuellen Thematik ist ein den Ablauf störender Protest notwendiger denn je. Denn anders werden wir leider nicht erhört, wird keine Konversation mit uns gesucht und geführt.

Wenn im Fernsehen Journalisten von seriösen Investoren sprechen, welche nichts Böses im Sinn haben, dann muss man sich wirklich die Frage stellen, ob man sich überhaupt mit dem angestrebten Investor auseinandergesetzt hat. Wir wollen euch hier deshalb auch gar nicht seitenlang die möglichen Investoren „vorstellen“, dafür würde diese Seite ohnehin nicht ausreichen; sondern wir möchten dazu anregen, dass ihr euch mit der Thematik selber auseinandersetzt. Besucht hierfür gerne die Seite nein-zu-investoren-in-der-dfl.de – dort wird die gesamte Thematik samt einzelner möglicher Investoren ausführlich be- und durchleuchtet. Nur kurz angerissen: Einer der möglichen Investoren, „CVC Capital Partners“, welcher als favorisierter Kandidat für einen Einstieg in der DFL gilt, hat seinen Sitz im Steuerparadies Luxemburg, wird vom saudi-arabischen Staatsfonds mitfinanziert und in Deutschland von der Person „Alexander Dibelius“ geführt, welcher in der Vergangenheit schon durch private Immobiliengeschäfte, abgewickelt über Briefkastenfirmen in karibischen Steuerparadiesen, auf sich aufmerksam gemacht hat. Wer Aussagen trifft wie: „Banken … haben keine Verpflichtung, das Gemeinwohl zu fördern“, dem liegt sicherlich viel an unserem Fußball. Und als nichts anderes soll beispielsweise „CVC“ agieren – als Bank, als Kreditgeber, für die DFL. Klingt doch seriös, oder etwa nicht? In Zeiten, in denen in Deutschland tausende Menschen für Vielfalt und gegen Unterdrückung auf die Straßen gehen, möchte die DFL sich um jeden Preis Wettbewerbsfähig halten – moralische Werte, welche so häufig, immer und immer wieder gepredigt wurden, sind bei dem Thema Geldscheffeln plötzlich wieder nebensächlich. Was wurde noch in Zeiten der Corona Pandemie von Demut im Deutschen Fußball gesprochen? Was davon geblieben ist, wird uns aktuell aufgezeigt. „Money, money, money – must be funny – in a rich man’s world“…

Das unser Verein in Vertretung durch Steffen Schneekloth, welcher in Doppelfunktion als 2. Stellvertretender Sprecher für die DFL tätig ist, für den Investoreneinstieg abgestimmt hat, verwundert uns nicht. Es zeigt uns aber deutlich, wie scheinheilig unser Präsident, welcher sich noch auf unserer Mitgliederversammlung im November klar zur Satzungsänderung in unserem Verein und damit zu Werten unserer KSV Holstein wie dem Bekenntnis zur Einhaltung der 50+1 Regelung oder dem Erschweren eines Einstiegs eines Investors in unserem Verein ausgesprochen hat, agiert. Wer Präsident unseres Vereins ist, der hat sich auch nach außen hin unserer Satzung und damit den Werten von uns Mitgliedern zu verpflichten und diese überall, zu jeder Zeit, zu vertreten! Wer sich dem widersetzt verhält sich klar vereinsschädigend und stellt sich über die Meinung und die Werte seiner Mitgliedschaft.

Wir möchten euch mit diesem Flyer bewusst machen, dass dies nicht, wie die Medien es euch immer wieder glaubhaft machen wollen, ein Protest der Ultraszenen gegen die „böse DFL“ ist, welcher einfach einer grundsätzlichen Abneigung gegen „die da oben“ entspringt. Das hier ist kein „per se im Vorhinein dagegen sein, wie es bei Ultras und aktiven Fanszenen ja sowieso immer üblich ist“. Man könnte ja auch erstmal gucken wie sich alles entwickelt, es wird schon nicht so schlimm sein, der Deutsche Fußball muss ja auch irgendwie konkurrenzfähig bleiben… Nein! Die aktiven Fanszenen kämpfen für einen Erhalt eines Fußballs für uns alle, wie wir hier heute im Stadion stehen oder sitzen. Für den Erhalt eines Fußballs, der schon jetzt nur so vor Geldgier strotzt und bei dem die Dicken immer fetter werden. Für einen Fußball, dessen Spiele nicht, so wie beispielsweise in Spanien geschehen, teilweise in Arabischen Emiraten ausgetragen werden. Für einen Fußball, den sich die Familie leisten kann. Einen Fußball, zu dem ein jeder von uns gerne geht, mit dem er sich zumindest noch halbwegs identifizieren kann.

Macht euch ein eigenes Bild über die möglichen Investoren. Schmeißt euer Smartphone an, tippt in die Suchmaschine „CVC Investor“ ein und lest euch die rausgeworfenen Artikel durch. Lest euch die Artikel zu der Person „Alexander Dibelius“ als Deutschland Leiter von „CVC“ durch oder klickt auf die eingangs angepriesene Internetseite und entscheidet danach selbst, ob ihr glauben möchtet, dass diese Investoren unseren Deutschen Fußball in seiner Reinkultur besser machen werden.
Sollte euch die Thematik dann weiterhin egal sein, euch ein Investoreneinstieg nicht interessieren, dann ist das euer gutes Recht. Sollte dies so sein, seid ihr aber hier und heute, sowie in der Zukunft, bei unserer KSV Holstein am falschen Ort. Denn wir werden die Werte unseres Vereins, welche in der Vereinssatzung fest verankert wurden, nicht aufgeben und diesen Fußball nicht noch weiter entfremden lassen. Im Holstein-Stadion und überall wohin wir reisen.

Wir appellieren an dich, als Fan unserer KSV Holstein, als Fan des Volkssports Fußball – steh‘ auf! Sei laut! Lasst uns nicht durch Medienberichte spalten lassen. Lass dir den Fußball, deinen Fußball, nicht weiter durch die Geldgier einiger weniger Personen nehmen! Zwielichtige Investoren bleiben zwielichtige Investoren. Wir kämpfen keinen Kampf für uns, sondern für jeden der hier heute im Stadion steht – die Proteste müssen so lange weitergehen, bis es irgendwann auch jeder bei der DFL versteht.

Du, wir alle hier im Stadion, sind der Fußball!

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Der deutsche Fußball bleibt Risikokapital!

Die Rückrunde der Saison 23/24 läuft an, kommendes Wochenende steigen
auch zweite und dritte Liga wieder ein. Unmissverständlich haben wir
über die letzten Wochen und Monaten hinweg unsere Haltung zum
DFL-Investoreneinstieg zum Ausdruck gebracht. Was wir bereits in der
Hinrunde deutlich gemacht haben, gilt weiterhin: Wir haben euch im
Blick!
Daher werden wir auch den kommenden Spieltag nutzen, um zu protestieren.
Erneut wird es die ersten zwölf Minuten keinen organisierten Support von
den Kurven geben.
Zur inhaltlichen Ablehnung des Deals wurde bereits alles gesagt. Doch
die aktuelle Situation im deutschen Fußball geht weit über die konkreten
Inhalte des Deals hinaus.

In nur wenigen Vereinen wurden die Interessen von Fans- und Mitgliedern
bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt – oftmals nur, weil sie sich
auf einer zufällig anstehenden Mitgliederversammlung Gehör verschaffen,
beziehungsweise bindende Beschlüsse herbeiführen konnten.
Doch in den meisten Fällen wurden Fan- und Mitgliederinteressen
überhaupt nicht berücksichtigt, gewählte Gremien bewusst übergangen und
Interessenskonflikte ignoriert. Zur Krönung des Ganzen deutet alles
darauf hin, dass die entscheidende Stimme nur durch einen Bruch der
50+1-Regel zustande kam. Kein Verein, kein DFL-Geschäftsführer und
insbesondere kein Investor soll das Gefühl bekommen, dieses Problem
aussitzen zu können. Ihr täuscht euch, wenn ihr der Überzeugung seid,
euren Deal allen Widerständen zum Trotz durchboxen zu können. Die DFL
schreibt selbst in ihren Infos zum Investorendeal, dass der deutsche
Fußball seine wesentlichen Kennzeichen, wie die 50+1-Regel, die als
globales Alleinstellungsmerkmal ein hohes Maß an Mitgliederpartizipation
garantiert, bewahren muss. Doch wer seinen eigenen Ansprüchen nicht
gerecht wird und bei Regelbrüchen wegschaut, verliert jede
Glaubwürdigkeit. Wir erwarten von der DFL und damit von unseren
Vereinen, dass die Abstimmung unter völliger Transparenz und Einhaltung
der 50+1-Regel wiederholt wird. Weiterhin fordern wir ein
Mitspracherecht für potenzielle Aufsteiger aus der dritten Liga, worüber
bislang noch überhaupt nicht gesprochen wurde.

Ungelöst bleiben zudem die eigentlichen Probleme des deutschen Fußballs:
Ein externer Private Equity Investor wird als vermeintlich einzige
Lösung angepriesen, weil trotz großspuriger Ankündigungen während der
Corona-Krise immer noch miserabel gewirtschaftet wird. An verbindlichen
Regeln, die nachhaltiges Wirtschaften in den Vereinen durchsetzen, fehlt
es weiterhin.
Auch Ziele und Inhalte, abgesehen von der Maximierung der Erlöse, sucht
man bei der DFL vergebens. An dringend benötigte Maßnahmen, den
Wettbewerb fairer zu gestalten, traut man sich nicht ran.
Die Entscheidung, mit einem Investor die Kommerzialisierungsspirale
weiterzudrehen, ist die Spitze dieses Eisberges. Doch so lange
Faninteressen übergangen werden, können wir euch nur eines garantieren:
Der deutsche Fußball bleibt Risikokapital!

Hintergrundinformationen über den gesamten Themenkomplex, potenzielle
Investoren sowie damit einhergehende Problematiken für den Deutschen
Fußball werden fortan unter folgender Homepage zusammengetragen:
–> https://nein-zu-investoren-in-der-dfl.de/

Die Fanszenen Deutschlands im Januar 2024!

Posted by Block 501 in Fotos
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