
Block 501
Ein Herz für Kiel – Holstein-Fans zeigen Engagement für den guten Zweck
Auch wenn das sportliche Ergebnis an diesem Sonntagnachmittag mit der 1:2-Niederlage gegen Schalke 04 nicht den erhofften Jubel brachte, gab es im Holstein-Stadion dennoch einen großen Grund zur Freude: Die feierliche Spendenübergabe des Fan-Dachverbandes Block 501 e.V. war ein voller Erfolg und zeigte eindrucksvoll, was echte Fangemeinschaft bedeutet.
Im Dezember hatte der Fandachverband der KSV auf einem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt vor dem Holstein-Stadion gemeinsam mit zahlreichen Fan-Gruppen der Störche mit vielfältigen Marktständen Spenden gesammelt – stolze 14.200 Euro kamen dabei zusammen. Diese Summe wurde nun an vier Kieler Einrichtungen übergeben, die in der Region wertvolle Arbeit leisten: den Kältebus der Malteser, das Tierheim Uhlenkrog, den Verein „Trauernde Kinder SH e.V.“ sowie der „AWO-Mädchentreff Gold Kiel“.
Vor dem Anpfiff versammelten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Organisationen im Stadion, um symbolisch die Spende per Check entgegenzunehmen. Die Freude und Dankbarkeit waren groß – ebenso wie der Stolz der Fans. „Nächstes Jahr bringt einfach jeder noch einen Freund mit, und dann machen wir das Doppelte daraus“, versprach Vorstandsmitglied Jean Kalklesch mit einem Lächeln.
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Auch Tobias Meier, Sprecher des Fan-Dachverbandes, blickte begeistert auf die Aktion zurück: „Wir waren überwältigt davon, wie gut der Weihnachtsmarkt angenommen wurde. Die Hilfsbereitschaft unserer Fans und der teilnehmenden Gruppen war einfach großartig.“ Es habe sich gezeigt, dass die Holstein-Familie nicht nur auf den Rängen, sondern auch darüber hinaus zusammenhält.
Dem Vorstand des Block 501 e.V. – bestehend aus Jens Hageböcker, Mats Jessen, Benjamin Muck, Leif Kähler, Leif Gustafson, Oke Jöns, Jean Kalklesch, Milan Schuhmacher und Tobias Meier – ist es ein besonderes Anliegen, soziale Verantwortung zu übernehmen und den Kontakt zwischen Fans, Verein und Stadt weiter zu stärken.
Ihr Dank gilt allen Holstein-Fans, Helfern und teilnehmenden Gruppen für das Engagement.
Mit dieser gelungenen Aktion haben die Holstein-Fans abermals bewiesen, dass ihr Engagement weit über die 90 Minuten auf dem Rasen hinausgeht. Oder, wie es viele im Stadion empfanden:
Eine Niederlage auf dem Platz – aber ein großer Sieg für Kiel
22. Spieltag, 15.02.2026; Kieler SV Holstein : Schalke 04 (1:2)
Wir dokumentieren für euch einen Beitrag des Bündnis der Fanszenen Deutschlands
Fans & Vereine: Gemeinsam gegen die neuen SV-Richtlinien!
Hallo Fußballfans,
die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben.In einem wiederholt intransparenten Prozess arbeiten Juristen der Verbände und deren Sicherheitsfunktionäre unter punktueller Einbeziehung einzelner Vereine offenbar daran, umfassende Änderungen an den derzeit gültigen Richtlinien umzusetzen.Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.So waren etwa zwei Kernforderungen aus der IMK, „Soll-Bestimmungen“ in „Ist-Bestimmungen“ umzuwandeln und Stadionverbote für eine Mindestdauer festzusetzen, was vielerorts auf große Kritik gestoßen ist. Aufgrund des Schweigens der Verbände ist nicht auszuschließen, dass diese Damoklesschwerter weiterhin über deutschen Fans schweben. Das gerne als Präventionsmaßnahme verkaufte Konzept „Stadionverbot“ droht somit endgültig zum repressiven Mittel einer Parallelgerichtsbarkeit zu werden.An dieser Stelle sehen wir unsere Vereine in der Pflicht, unsachgemäßen und praxisfernen Vorstößen entschieden entgegenzutreten. Dazu gehört, eine ergebnisoffene Diskussion einzufordern, die nicht abseits der Öffentlichkeit stattfindet und Fanperspektiven einbezieht. Zum Jahresende 2025 haben wir jedenfalls gezeigt, was wir gemeinsam auch in solch aufgeladenen Themen erreichen können.Die Verbände fordern wir dazu auf, ihre Entscheidungen nicht im Hinterzimmer zu treffen, sondern offen und transparent die Diskussion zu führen.
Fanszenen Deutschlands im Februar 2026






